Cluster
BIORAFFINERIE2021 - Energie aus Biomasse

Neue Wege zur integrierten Bioraffinerie

Süd-Chemie baut neue Anlage zur Erzeugung von Bioethanol der 2. Generation

Mehr Biokraftstoff aus Stroh: Startschuss für deutschlandweit größte Bioethanolanlage

In Straubing wird bald aus Stroh klimafreundlicher Bioethanol der zweiten Generation hergestellt. Die Süd-Chemie AG, Partner im BIORAFFINERIE2021 Cluster, baut die größte Anlage zur biotechnologischen Herstellung dieses Cellulose-Ethanols in Deutschland. Das wegweisende Zukunftsprojekt wird von der Bayerischen Staatsregierung und dem BMBF gefördert. Ab Ende 2011 sollen jährlich bis zu 2.000 Tonnen des Kraftstoffs aus Agrarreststoffen wie etwa Getreidestroh gewonnen werden.

Das Gesamtvorhaben mit einem Volumen von insgesamt rund 28 Mio. Euro umfasst Investitionen in Höhe von rund 16 Mio. Euro und begleitende Forschungsvorhaben in Höhe von knapp 12 Mio. Euro. Diese und weitere im Zusammenhang mit dem Projekt stehende Forschungsvorhaben werden von der Bayerischen Staatsregierung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit jeweils rund 5 Mio. Euro unterstützt.

"Mit dem Startschuss für die Demonstrationsanlage unserer sogenannten sunliquid®-Technologie setzen wir unsere Strategie fort, auf Basis führender Expertise in Katalyse, Biokatalyse und Prozesstechnik nachhaltige Herstellungsverfahren für klimafreundliche Biokraftstoffe und Chemikalien zur Marktreife zu entwickeln. Angesichts der zunehmend teuren und risikoreichen Förderung von Erdöl leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Ersatz von erdölbasierten Produkten", sagte Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG.

"Gegenüber den heute bereits genutzten Biokraftstoffen der ersten Generation wie etwa dem Biodiesel, die den Kraftstoff aus öl- und stärkehaltigen Pflanzenbestandteilen gewinnen, haben die Biokraftstoffe der zweiten Generation wie Cellulose-Ethanol große Vorteile. So haben sie eine deutlich bessere Klima- und Energiebilanz, da beispielsweise ihr CO2-Einsparungspotenzial signifikant höher ist. Zudem stehen sie nicht in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln", so Dr. von Au weiter.

Lesen Sie die ganze Pressemitteilung der Süd-Chemie AG vom 21. Juli 2010



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21.07.2010 15:42, tutech-oma

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