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Lignocellulose

Lignocellulose besteht im wesentlichen aus Cellulose, Hemicellulosen und dem nicht-fermentierbaren Holzstoff Lignin. Während Cellulosen Polymere aus Zuckermolekülen bilden, die mit sechs Kohlenstoffatomen denen der Glukose entsprechen, bestehen Hemicellulosen aus verzweigten Polymeren aus so genannten Pentosen (C5-Zuckern), wie Xylose und Arabinose.

Die Nutzung von Lignocellulose als Treibstoff erfordert prinzipiell zwei Umwandlungsschritte, nämlich die Aufspaltung der langen Zellulosemolekülketten in die einzelnen Zuckermoleküle und die darauf folgende Fermentation des Gemisches aus Glukose, Xylose und Arabinose zu Ethanol. So wird Lignocellulose zunächst thermisch und chemisch vorbehandelt, bevor die Verzuckerung mit Hilfe von speziellen Enzymen stattfinden kann.

Mit der Gewinnung von Ethanol aus Cellulose ließe sich die doppelte Energiemenge aus der gleichen Anbaufläche erwirtschaften, und zugleich das Spektrum der nutzbaren Biomasse auf wertlose Pflanzen und Pflanzenreste, wie Stroh, Chinaschilf (Switchgrass) und Landwirtschaftsabfälle erweitern. Dadurch könnte die Kraftstoffproduktivität pro landwirtschaftlicher Flächeneinheit enorm gesteigert und in Bezug auf Rapsdiesel sogar mehr als verdoppelt werden.

Quelle
„Neue Technologien zur Energiegewinnung“,
www.biotechnologie.de